Hintergrundprüfung 58: Worauf Arbeitgeber achten sollten
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Background Checks & Due Diligence
9. April 2024

Hintergrundprüfung 58: Worauf Arbeitgeber achten sollten

Professionelle Hintergrundprüfungen für sichere Personalentscheidungen. DSGVO-konform und AGG-rechtssicher durch Bona Fides.

Hintergrundprüfung 58: Worauf Arbeitgeber achten sollten

Zusammenfassung (TL;DR)

Hintergrundprüfungen sind essentiell für sichere Personalentscheidungen. Von Qualifikationsverifizierung über Referenzprüfung bis zu Integritäts-Screenings – professionelle Background Checks decken Risiken auf, bevor teure Fehleinstellungen entstehen. Bona Fides bietet DSGVO-konforme, AGG-rechtssichere Prüfungen, die vor Arbeitsgerichten standhalten. Von Basis-Checks (ab 450€) bis zu Enhanced Due Diligence für Führungskräfte (ab 2.800€). Durchlaufzeit: 7-21 Tage je nach Prüfungstiefe.


Personalentscheidungen gehören zu den wichtigsten und riskantesten Entscheidungen von Unternehmen. Eine Fehleinstellung kostet im Durchschnitt 68.000€ (Steinbeis-Hochschule Berlin 2024) – Rekrutierung, Onboarding, Gehälter, Produktivitätsverluste, Kündigungskosten. Bei Führungskräften steigen Kosten auf über 250.000€.

Das Problem: 30% aller Bewerbungen enthalten geschönte oder falsche Angaben (Studien). Von gefälschten Abschlüssen über erfundene Berufserfahrung bis zu verschleierten Kündigungsgründen – die Bandbreite ist enorm. Ohne professionelle Hintergrundprüfung riskieren Sie nicht nur finanzielle Schäden, sondern auch Reputationsrisiken und rechtliche Probleme.

Hintergrundprüfungen sind wie TÜV für Personalentscheidungen. Man kann auch ohne fahren – aber bei einem Unfall wird es teuer und gefährlich.

Was umfasst eine professionelle Hintergrundprüfung?

Basis-Check (für alle Positionen):

  • Identitätsprüfung (Personalausweis-Verifikation)
  • Ausbildungsnachweis-Prüfung (Abschlüsse, Zertifikate)
  • Beschäftigungsverlauf (Arbeitszeugnisse verifizieren)
  • Referenzgespräche (strukturierte Interviews mit angegebenen Referenzen)

Standard-Check (für Fachkräfte und mittleres Management):

  • Alles aus Basis-Check
  • Social-Media-Screening (öffentliche Profile, DSGVO-konform)
  • Bonitätsprüfung (bei Finanzpositionen)
  • Lückenanalyse (unerklärte Zeiträume im Lebenslauf)

Enhanced Due Diligence (für Führungskräfte und sicherheitskritische Positionen):

  • Alles aus Standard-Check
  • Tiefergehende Referenzprüfungen (inkl. nicht-angegebene Referenzen)
  • Strafregisterauszug (mit Einwilligung)
  • Insolvenzverfahren und Handelsregisterdaten (bei früheren Unternehmensbeteiligungen)
  • Medienrecherche (negative Presseartikel, Gerichtsurteile)
  • Internationale Komponente (bei Auslandsbezug)

Rechtliche Rahmenbedingungen

Was Sie DÜRFEN: ✓ Ausbildung und Berufserfahrung prüfen ✓ Referenzen kontaktieren (mit Namen vom Kandidaten) ✓ Öffentliche Social-Media-Profile ansehen (mit Einwilligung und Dokumentation des berechtigten Interesses) ✓ Strafregisterauszug anfordern (mit ausdrücklicher Einwilligung, nur bei sicherheitsrelevanten Positionen)

Was Sie NICHT dürfen: ✗ Gesundheitsdaten abfragen (außer stellenrelevant bei Schwerarbeit) ✗ Schwangerschaft/Familienplanung erfragen ✗ Religionszugehörigkeit, Parteimitgliedschaft abfragen ✗ Gewerkschaftszugehörigkeit erfragen ✗ Private Social-Media-Profile ohne Einwilligung durchsuchen ✗ Schufa-Auskunft ohne nachvollziehbaren Grund (nur bei Finanzpositionen)

AGG-Compliance: Alle Prüfungen müssen diskriminierungsfrei sein. Kriterien wie Herkunft, Religion, Geschlecht, Alter dürfen KEINE Rolle spielen.

Typische Befunde bei Hintergrundprüfungen

Häufigste Falschangaben (aus unserer Praxis):

  1. Geschönte Positionen (aus "Junior Consultant" wird "Senior Manager")
  2. Verlängerte Beschäftigungszeiten (um Lücken zu kaschieren)
  3. Erfundene Projekterfolge
  4. Gefälschte Abschlüsse (besonders bei ausländischen Universitäten)
  5. Verschleierte Kündigungsgründe ("betriebsbedingt" statt "verhaltensbedingt")

Red Flags in Referenzgesprächen:

  • Referenz kann sich nicht an konkrete Projekte erinnern
  • Übertrieben positive Aussagen ohne Substanz
  • Referenz ist auf privater Nummer erreichbar (nicht Firmentelefon)
  • Widersprüche zwischen verschiedenen Referenzen

Kosten vs. Nutzen

Investition:

  • Basis-Check: 450€-800€
  • Standard-Check: 1.200€-1.800€
  • Enhanced Due Diligence: 2.800€-5.500€

Einsparpotenzial:

  • Vermeidung einer Fehleinstellung: 68.000€ (Durchschnitt)
  • Vermeidung von Reputationsschäden: unbezahlbar
  • Rechtssicherheit bei Kündigungen: 15.000€-45.000€ (durchschnittliche Abfindung/Prozesskosten)

ROI: Bei nur einer verhinderten Fehleinstellung haben sich die Kosten für hundert Background Checks amortisiert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Muss ich Kandidaten über Hintergrundprüfungen informieren? A: Ja, zwingend. DSGVO verlangt Transparenz. Im Bewerbungsprozess müssen Sie darauf hinweisen, dass Hintergrundprüfungen durchgeführt werden. Kandidaten müssen zustimmen (idealerweise schriftlich).

F: Was mache ich, wenn die Prüfung negative Ergebnisse liefert? A: Geben Sie dem Kandidaten Gelegenheit zur Stellungnahme. Manchmal gibt es harmlose Erklärungen. Bei schwerwiegenden Diskrepanzen (gefälschte Abschlüsse, grobe Lügen) ist Ablehnung gerechtfertigt – dokumentieren Sie aber die Gründe AGG-konform.

F: Kann ich Hintergrundprüfungen auch nach Einstellung durchführen? A: Nachträgliche Prüfungen sind rechtlich problematisch ohne konkreten Anlass. Bei begründetem Verdacht (z.B. Betrug) können Sie prüfen, aber Arbeitsrechtler konsultieren. Besser: VOR Einstellung prüfen.

F: Bieten Sie auch internationale Hintergrundprüfungen? A: Ja, durch unser Partner-Netzwerk in 42 Ländern. Ausländische Abschlüsse, frühere Arbeitgeber im Ausland, internationale Strafregister (soweit zugänglich) – wir verifizieren weltweit. Dauer: 14-35 Tage, Kosten höher als nationale Checks.


Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für spezifische Fälle und rechtliche Fragen kontaktieren Sie bitte unsere Detektei oder einen Rechtsanwalt.


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