Fallstudie 128: Aus der Praxis der digitalen Ermittlungen
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Case Studies & Real Stories
4. März 2025

Fallstudie 128: Aus der Praxis der digitalen Ermittlungen

Reale Ermittlungsfälle aus der Praxis. Wie Bona Fides digitale Beweise sichert und komplexe Fälle löst.

Fallstudie 128: Aus der Praxis der digitalen Ermittlungen

Zusammenfassung (TL;DR)

Digitale Ermittlungen erfordern Expertise, Rechtssicherheit und moderne Technologie. Diese Fallstudie zeigt, wie Bona Fides einen komplexen Fall von Identitätsdiebstahl durch OSINT-Recherchen, forensische Analysen und internationale Zusammenarbeit aufklärte. Von der Mandatsannahme bis zur gerichtsverwertbaren Beweissicherung – jeder Schritt wurde rechtlich geprüft und dokumentiert. Ergebnis: Täter identifiziert, Strafanzeige gestellt, finanzielle Verluste minimiert.


In der Detektivarbeit gibt es keine zwei identischen Fälle. Jeder Mandant bringt eine einzigartige Geschichte, jede Ermittlung stellt neue Herausforderungen. Doch eines haben alle erfolgreichen Ermittlungen gemeinsam: Systematik, Geduld und absolute Rechtssicherheit.

Diese Fallstudie basiert auf einem realen Fall aus unserer Praxis – anonymisiert und rechtlich unbedenklich dargestellt. Sie zeigt, wie digitale Ermittlungstechniken in der Praxis funktionieren, welche Herausforderungen auftreten und wie wir sie meistern.

Der Fall: Eine Privatperson stellte fest, dass jemand unter ihrer Identität Kredite aufnahm, Online-Konten eröffnete und betrügerische Geschäfte tätigte. Die Polizei ermittelte, kam aber nicht weiter. Der Mandant beauftragte Bona Fides.

Identitätsdiebstahl ist wie ein digitaler Doppelgänger. Unsichtbar, aber real – und mit verheerenden Folgen für das Opfer.

Was war die Herausforderung?

Der Täter nutzte gestohlene Ausweisdaten, gefälschte Dokumente und fremde IP-Adressen. Die Spur führte ins Ausland, die Identität blieb verborgen. Banken und Online-Plattformen gaben keine Informationen heraus – Datenschutz.

Die Schwierigkeit: Ohne Zugriff auf interne Bankdaten oder Serverprotokolle mussten wir kreativ werden. Hacking war keine Option – illegal und kontraproduktiv. Internationale Ermittlungen erfordern Geduld und Netzwerke.

Was wir NICHT tun durften:

  • Server hacken
  • Banksysteme infiltrieren
  • Ausländische Behörden umgehen
  • Daten illegal beschaffen

Was wir TUN durften:

  • OSINT-Recherchen in öffentlichen Datenbanken
  • Zusammenarbeit mit internationalen Detekteien
  • Analyse öffentlich zugänglicher Transaktionsspuren
  • Kooperation mit Rechtsanwälten und Behörden

Die rechtlichen Grenzen waren klar – unsere Expertise musste innerhalb dieser Grenzen Lösungen finden.

Wie haben wir den Fall gelöst?

Phase 1: Digitale Spurensicherung (Woche 1-2)

Wir analysierten alle betrügerischen Aktivitäten:

  • Welche Konten wurden eröffnet?
  • Welche Transaktionen wurden durchgeführt?
  • Welche Daten wurden verwendet?
  • Welche Muster waren erkennbar?

Ergebnis: Der Täter nutzte immer dieselbe E-Mail-Struktur, ähnliche Passwörter, und bestellte Waren an Paketstationen. Ein Muster wurde sichtbar.

Phase 2: OSINT-Recherchen (Woche 3-5)

Mit den E-Mail-Adressen und Pseudonymen starteten wir OSINT-Suchen:

  • Foren, Dark-Web-Marktplätze, Social Media
  • Handelsregister, Domainregistrierungen
  • Öffentliche Datenleaks (HaveIBeenPwned, etc.)
  • Verbindungen zwischen verschiedenen Identitäten

Ergebnis: Eine E-Mail-Adresse tauchte in einem Datenleak auf – mit Klarnamen und alter Wohnadresse im Ausland.

Phase 3: Internationale Zusammenarbeit (Woche 6-8)

Wir kontaktierten eine Partnerdetektei im Ausland:

  • Vor-Ort-Recherchen an der alten Adresse
  • Befragung ehemaliger Nachbarn
  • Handelsregisterprüfungen
  • Aktuelle Adressermittlung

Ergebnis: Täter identifiziert, aktuelle Adresse ermittelt, lokale Beweise gesichert.

Phase 4: Übergabe an Behörden (Woche 9)

Alle Beweise wurden aufbereitet:

  • Gerichtsverwertbare Dokumentation
  • Zeitleiste aller betrügerischen Aktivitäten
  • Internationale Rechtshilfe-Antrag vorbereitet
  • Strafanzeige mit umfassendem Beweismaterial

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Warum kann die Polizei solche Fälle nicht selbst lösen? A: Die Polizei hat begrenzte Ressourcen und priorisiert Fälle nach Schwere. Identitätsdiebstahl mit Auslandsbezug ist aufwändig und hat oft niedrige Priorität. Privatdetekteien können Zeit und Expertise investieren, die Behörden nicht haben.

F: Können Sie garantieren, dass der Täter bestraft wird? A: Nein, die Strafverfolgung liegt bei Staatsanwaltschaft und Gerichten. Wir können Beweise liefern, die eine Strafverfolgung ermöglichen – aber die finale Entscheidung liegt bei den Behörden.

F: Was kostet eine internationale Ermittlung? A: Internationale Fälle sind teurer als nationale – Reisekosten, Partnerdetekteien, Übersetzungen. Typische Kosten: 10.000-25.000 € je nach Komplexität. Für viele Mandanten ist das günstiger als der finanzielle Schaden durch den Identitätsdiebstahl.

F: Wie lange dauern solche Ermittlungen? A: Internationale Fälle dauern oft 6-12 Wochen, manchmal länger. Geduld ist entscheidend – Hektik führt zu Fehlern und gefährdet die Rechtssicherheit.


Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für spezifische Fälle und rechtliche Fragen kontaktieren Sie bitte unsere Detektei oder einen Rechtsanwalt.


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